DPhG - Image

Die Frankfurt Foundation Quality of Medicines verleiht den „Lifetime Achievement Award” an Prof. Emeritus Dr. José Augusto Guimarães Morais

Von links: Dr. Walluf-Blume, Prof. Dr. Fischer, Prof. Dr. Blume, Prof. em. Dr. Guimarães Morais (Quelle: FFQM)

Mit der Auszeichnung wurden seine besonderen Verdienste für die Entwicklung von regulatorischen Kriterien zur vergleichenden Bewertung der Bioverfügbarkeit systemischer Arzneimittel gewürdigt. Als Mitglied der Europäischen Zulassungskommission CPMP sowie Vorsitzender einer EU-Expertengruppe trug Professor Morais maßgeblich zu der Einführung von Richtlinien zur Bioverfügbarkeit und Bioäquivalenz auf EU-Ebene bei. „Wir freuen uns sehr, dass wir den Preis an solch einen herausragenden internationalen Wissenschaftler verleihen können“, erklärt Prof. Dr. Henning Blume, Stifter und Vorstandsvorsitzender der Stiftung, der sich selbst seit vielen Jahren für die Förderung der Arzneimittelqualität einsetzt.

Die Stiftung hat als Preisskulptur einen Gömböc gewählt, dessen Erfindung nach jahrelanger Forschung eine mathematische These bestätigt hat und für langen Atem in der Forschung und Innovation durch gezielte Auseinandersetzung mit dem angestrebten Ziel steht. Der Gömböc ist ein sich selbstaufrichtender dreidimensionaler Körper mit homogener Masseverteilung, ähnlich einem Stehaufmännchen, der allerdings seine Eigenschaft einer ungleichmäßigen Gewichtsverteilung verdankt. Er wurde von den beiden ungarischen Wissenschaftlern Gábor Domokos und Péter Várkonyi entwickelt.


Die Laudatio für den mehrfach ausgezeichneten Preisträger hielt Prof. Dr. Dieter Steinhilber, Präsident der EUFEPS (European Federation for Pharmaceutical Sciences). Wie wichtig die Qualität von Arzneimitteln für die Patientenversorgung ist, betonte Prof. Dr. Jennifer Dressman, Frankfurt, in ihrem Festvortrag "Quality of medicinal products – why is this essential?”  

Den in Kooperation von der Frankfurt Foundation Quality of Medicines und der Deutschen Pharmazeutischen Gesellschaft (DPhG) erstmals verliehenen "Preis zur Förderung der Arzneimittelqualität“, erhielt Jun.-Prof. Dr. Oliver Scherf-Clavel vom Institut für Pharmazie und Lebensmittelsicherheit der Universität Würzburg für seine Arbeiten zu Kontaminationen von Valsartan und anderen Sartanen auf der virtuellen DPhG-Jahrestagung. Die persönliche Übergabe der Urkunde fand im Rahmen der Feierstunde durch Prof. Dr. Dagmar Fischer, Präsidentin der DPhG und Mitglied des Vorstands der FFQM, statt. In der Laudatio wurde der hohe Stellenwert innovativer Qualitätskriterien besonders auch in den Bereichen der Generika und Biosimilars herausgestellt.

Die Frankfurt Foundation Quality of Medicines (FFQM) wurde von den beiden Stiftern Prof. Dr. Henning Blume und Dr. Dagmar Walluf-Blume errichtet und ist eine private, als gemeinnützig anerkannte Stiftung. Sie engagiert sich für die Förderung von Aktivitäten in Forschung und Entwicklung, die dazu beitragen, die Qualität von Arzneimitteln in Deutschland, Europa und darüber hinaus optimal zu sichern und ggf. weiter zu verbessern. Ein zentrales Anliegen ist die kritische Würdigung bestehender Qualitätssicherungskonzepte sowie die Erforschung neuer Verfahren und Standardisierungsansätze inklusive der Implementierung innovativer Technologien (frankfurt-foundation.org).