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Vom Schreibtisch der Präsidentin

Prof. Dr. D. Fischer (DPhG-Präsidentin)

Die ersten acht Monate meiner Amtszeit sind vorüber und es ist Zeit, ein erstes Fazit zu ziehen.

Üblicherweise würde ich die eine oder den anderen von Ihnen auf unseren Tagungen und Events treffen, was jedoch bedingt durch die Corona-Pandemie in diesem Jahr bedauerlicherweise ausbleibt. Daher möchte ich Ihnen einen kurzen Rückblick auf die ersten, sehr ereignisreichen Monate meiner Amtszeit als DPhG-Präsidentin geben.

Gemeinsam mit meinen Vorstandsmitgliedern ist es mir ein großes Anliegen, den Spagat zwischen wissenschaftlicher Pharmazie und pharmazeutischer Praxis zu meistern und die Pharmazie fit für die Zukunft zu machen. Dafür sind wir im Januar angetreten! Als eines der wichtigsten Zukunftsthemen in der Pharmazie hatten wir die Digitalisierung identifiziert und die Einführung virtueller Formate als Ergänzung der traditionellen Präsenzveranstaltungen eingeplant. Wie wichtig Online-Veranstaltungen sein werden und wie rasch der DPhG-Vorstand diesbezüglich agieren muss, hat uns ab März die Corona-Pandemie gezeigt, die nicht nur den Lehrbetrieb an den Universitäten grundlegend verändert, sondern auch die Apotheken vor große Herausforderungen gestellt hat. Ich bin unserer DPhG-Arbeitsgemeinschaft „Notfall- und Katastrophenpharmazie“ (AG KatPharm) sehr dankbar dafür, dass sie zeitnah ihre Pandemie-Checklisten für den Einsatz in öffentlichen Apotheken und Krankenhausapotheken aktualisiert und viele praxisrelevante Vorschläge gegeben hat. Die Corona-Pandemie hat eindrücklich gezeigt, wie wichtig und unverzichtbar Vor-Ort-Apotheken sind!

Gemeinsam mit der Konferenz der Fachbereiche Pharmazie (KFPharm) haben wir uns als DPhG dafür stark gemacht, die praktischen Lehrveranstaltungen hinsichtlich Struktur und zeitlichem Umfang flexibel und rechtssicher gestalten zu können, um auch während der Corona-Pandemie das bestmögliche Angebot für unsere Studierenden zu gewährleisten. Wir haben dabei die Forderung des Bundesverbandes der pharmaziestudierenden (BPhD) unterstützt und den Gesetzgeber mit Erfolg aufgefordert, Regelungen zu schaffen, die es den universitären Standorten erlauben, von der Approbationsordnung für Apotheker abzuweichen.

Um mit Ihnen regelmäßig in Kontakt zu bleiben und Ihnen transparent und rasch unsere Aktivitäten zu übermitteln, haben wir neue Kommunikationswege aufgebaut und sind für Sie jetzt auch auf Instagram und per Newsletter sowie in bewährter Weise bei Facebook und über unsere Web-Seite erreichbar. Eine neue Homepage ist in Arbeit und wird Sie noch im Laufe des Jahres mit einem modernen Design erwarten. Auch im DPhG-Teil der Pharmakon wird es Neuerungen und mehr Informationen geben – wie Sie bereits an diesem Text erkennen können.

Da wir schweren Herzens in diesem Jahr unsere Tagungen absagen mussten, haben unsere Fachgruppen und Arbeitsgemeinschaften in den Zeiten der Corona-Pandemie daran gearbeitet, Sie virtuell zu erreichen. Die FG Industriepharmazie z.B. lädt regelmäßig zu virtuellen Veranstaltungen ein, bei denen sich die Mitglieder austauschen und in Vorträgen zu aktuellen Themen informieren können. Ich möchte Sie besonders auf unsere neuen Web-Veranstaltungen „DPhG(at)home: wissenschaftlich & praxisnah“ hinweisen, die wir noch in diesem Herbst in Ergänzung zur Pharmakon mit pharma4u als Kooperationspartner starten werden Den Anfang macht am 13. Oktober 2020 um 20 Uhr Prof. Dr. Thomas Winckler mit dem Thema „Wirkmechanismen von Adjuvanzien in Impfstoffen“. Auch wenn wir uns nicht persönlich treffen können, würden wir – der gesamte Vorstand der DPhG – uns dennoch sehr freuen, wenn wir uns auf der ein oder anderen virtuellen Veranstaltung „begegnen“!