Der Vortrag wird auch online per Zoom übertragen.
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Meeting-ID: 628 1034 2810
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Hamburg, im Februar 2026 Der Vorstand
Herz-Kreislauf-Erkrankungen (HKE) sind weltweit die Todesursache Nummer eins. Die Lebenserwartung in Deutschland ist enttäuschend. Hauptgrund sind HKE, die häufig mit Komorbiditäten und folglich mit multiplen Medikamentenregimen einhergehen. Arzneimittelbezogene Probleme stellen bei diesen Patienten daher ein ernstes Problem dar. Die Evidenz für eine pharmazeutische Betreuung bei Bluthochdruck, zur Reduzierung des HKE-Risikos sowie – zumindest teilweise – bei chronischer Herzinsuffizienz, Dyslipidämie, Vorhofflimmern und Diabetes ist überzeugend.
Dennoch bestehen weiterhin ungedeckte Bedarfe, wie z.B. schlechte Einnahmetreue von Medikamenten (Non-Adhärenz), Leitlinien-Trägheit (mangelnde Umsetzung von evidenzbasierter Pharmakotherapie) und damit unkontrollierter Blutdruck, nicht erreichte LDL-Cholesterin-Zielwerte und hohe Raten an schwerwiegenden Ereignissen wie Herzinfarkt, Schlaganfall, dekompensierte Herzinsuffizienz, Nierenversagen und frühzeitiger Tod. Der Kabinettsentwurf zum ApoVWG adressiert hier einige Aufgaben für Apotheker*innen, dabei sind die Übergänge einer Primär- zur Sekundärprävention bei atherosklerotischen Erkrankungen fließend. Andererseits sind neben der flächendeckenden Implementierung pharmazeutischer Dienstleistungen im Alltag sowohl präzisionsmedizinische als auch populationsbasierte Ansätze erforderlich, die einer weiteren Evaluierung bedürfen.
Diese Veranstaltung wird im Rahmen der zertifizierten Fortbildung mit 2 Punkten bewertet.